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SCHWEIZER IDENTITÄT(EN)

SCHWEIZER IDENTITÄT(EN)

Identität bewirkt Einschluss sowie Ausschluss. Sie schafft Trennungslinien und damit ein „wir“ und ein „ihr“. Dieses Projekt soll diese nicht etwa verstärken, sondern dazu ermutigen, sich mit eigenen Identitätsvorstellungen und der Vielfalt von Identitäten auseinanderzusetzen.

Es ist ein Privileg der Mehrheit, sich mit der eigenen Identität nicht auseinandersetzen zu müssen. Wer dagegen zu einer Minderheit gehört, wird täglich mit seinem oder ihrem „Anderssein“ konfrontiert. Was genau Schweizer Identität(en) ausmacht, bleibt deshalb vage, abstrakt und widersprüchlich. Doch zusammen können wir aktuelle und zukunftsweisende Schweizer Identitäten entwickeln!

Der Projekttitel führt das Individuum („ich) mit der Schweiz („CH“) zusammen.

Thesen:

Mit folgenden Thesen stellen wir zur Diskussion, ob die Auseinandersetzung damit, was Schweizer Identität ausmacht und welche Privilegien damit verknüpft sind, einen zentralen Beitrag zur Integration und gegen Diskriminierung leisten kann.

  1. Identität nicht zur Ausgrenzung benutzen.
  2. Schweizer Identität ist dynamisch und mehrdimensional.
  3. Schweizer Identität ist im Kern pluralistisch und wird von allen mitgeprägt.
  4. Ein positiver Bezug zur Schweizer Identität führt zu weniger Bedrohungsängsten durch als fremd wahrgenommene Identitäten.
  5. Bindestrichidentitäten können Migrant_innen eine Möglichkeit bieten, sich mit der Schweiz zu identifizieren, ohne ihre Herkunft zu verleugnen.
  6. Kommen wir zusammen, um neue, der gegenwärtigen Situation angepasste Schweizer Identitäten zu entwickeln!

 

Die Ausführungen zu den einzelnen Thesen finden Sie auch im Thesenpapier.

zum Thesenpapier (kurze Version) (90 kB)

zum Thesenpapier (lange Version) (350 kB)